Ginseidank: Nach über 200 Episoden Gin-Podcast kommt es zur ersten Live-Aufnahme in der Schweiz
Das Duo Alessandro De Angelis und Florian Litzl aus Baden-Württemberg, in der Gin-Community besser bekannt als Don und Whugga, lancierte 2020 den Podcast «Ginseidank», in dem die beiden wöchentlich über das Leben, über Erlebtes und natürlich auch über ihre Lieblingsspirituose Gin sprechen.
Mittlerweile haben die zwei Podcaster 219 Episoden publiziert. In jeder Folge widmen sich die beiden einem Gin und nehmen die Hörerinnen und Hörer mit, indem sie den Gin in ihren eigenen Worten beschreiben. Von der Optik über die Nase bis hin zum Geschmack – mit und ohne Tonic.
Am Montag, 17. November 2025 (14.00 Uhr auf der Igeho-Bühne), werden Don und Whugga erstmals eine Live-Episode in der Schweiz vor Publikum aufnehmen. Und eins ist gewiss: Diesmal geht es um Schweizer Gin!
Interview von Alex Däppen, Marketing & Communications Manager der Igeho und Gin-Liebhaber
Wir freuen uns sehr, dass ihr auf der Igeho Sonderschau Barbesuch eine Live-Episode eures Podcasts vor Publikum aufzeichnet. Was reizt euch jeweils an Aufnahmen auf einer Bühne?
Alessandro De Angelis (Don): Das ist schon ungewohnt. Ansonsten sitzen wir bei Whugga daheim im Wohnzimmer, alles ist vorbereitet, wir sind in vertrauter Umgebung und "labern halt drauf los". Auf der Bühne siehst du das Publikum, du bekommst live mit, wie dieses reagiert. Auf der Bühne wird man aus seiner persönlichen Komfortzone herausrausgeholt. Und einfach vor Menschen zu sprechen oder live zu podcasten, sind zwei komplett unterschiedliche Dinge.
Wenn man euren Podcast hört, spürt man eure Faszination für Gin. Wann und wo habt ihr beide diese Leidenschaft für den Wacholdergeist entwickelt?
Alessandro De Angelis (Don): Bei mir hat das mit meiner Affinität zum British Empire zu tun. Schon in jungen Jahren war ich fasziniert von der Queen und vor allem von Sherlock Holmes. Ich hatte sogar den Union Jack im Zimmer hängen. Da war der Weg zum Gin & Tonic kurz 😊. Die Queen Mom mochte das Getränk, also wollte ich das auch mögen und – Ginseidank – es schmeckte mir tatsächlich! Ich trank Gin & Tonic und Gin-Cocktails schon vor dem grossen Gin-Hype. Noch heute trinke ich im Urlaub im Heimatort meiner Eltern in Italien einen «Fasan». Das war der erste Gin-Longdrink, an den ich mich bewusst erinnern kann. Es ist Gin, der mit Slush aufgefüllt wird. 2013 auf einem Junggesellenabschied haben Whugga und ich dann festgestellt, dass wir beide damals die einzigen in unserem Freundeskreis waren, die gerne Gin & Tonic tranken. Diese Nacht war praktisch die Geburtsstunde von Ginseidank.
Florian Litzl (Whugga): Meine Begeisterung für Gin begann tatsächlich ziemlich filmreif – durch den Kultfilm Fear and Loathing in Las Vegas. Johnny Depp trinkt in dem Klassiker ständig Singapore Slings. Das klang für mich spannend, also habe ich diesen Cocktail in einer Bar bestellt – damals noch ohne zu wissen, dass Gin eine der Hauptzutaten ist. Erst als mich ein Barkeeper fragte, welchen Gin er dafür verwenden solle, wurde mir klar, dass ich offenbar Gin mag. Danach kamen Drinks wie Gin Fizz, Gin & Tonic und viele weitere Klassiker dazu – und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte.
Welche Gin-Stile mögt ihr persönlich am meisten?
Alessandro De Angelis (Don): Ich mag die klassischen London Dry Gins. Mittlerweile bin ich auch ein grosser Fan der Fassreifung. Ich finde es faszinierend, wie ein Gin komplett anders schmeckt, nur weil er ein paar Wochen in einem Fass reifen durfte.
Florian Litzl (Whugga): Ich bin ein Fan von Navy Strength Gins – das sind Gins mit mindestens 57,15 % Alkohol, klassisch aufgerundet auf 58 %. Mich fasziniert daran vor allem, wie intensiv und vielschichtig die Aromen in diesen Varianten zur Geltung kommen. Besonders spannend finde ich es, wenn es vom selben Produzenten mit der gleichen Rezeptur sowohl eine reguläre als auch eine Navy-Version gibt. Da macht ein direkter Vergleich richtig Spass. Ich geniesse Navy Gins gerne pur, auf einem grossen Eiswürfel – da reichen oft schon 4 cl, um ein volles Geschmackserlebnis zu erhalten.
In euren bisherigen Episoden ist nur wenig über Schweizer Gins zu hören. Auf der Igeho-Bühne wird es aber garantiert um Schweizer Produkte gehen. Was wisst ihr über die Gins eures südlichen Nachbarlandes?
Alessandro De Angelis (Don): Das Problem ist, dass viele Schweizer Gins nicht nach Deutschland verschickt werden können und wenn, dann bedeutet das für uns oft grossen Aufwand. Wenn wir durch die Schweiz fahren, ist das meist nur Transit und wir halten nicht zum Gin kaufen an...
Mein bisheriger Schweizer Lieblingsgin ist der «Ojo de Agua», über den wir auch in unserem Blog geschrieben haben. Umso mehr freuen wir uns auf die Igeho, um endlich mehr Schweizer Gins kennenzulernen und diese dann auch probieren zu können.
Florian Litzl (Whugga): Wir haben tatsächlich schon einige Schweizer Gins probiert und diese auch im Podcast thematisiert – aber ich gebe dir Recht: Es war bisher mehr Österreich und Südtirol als Schweiz. Deshalb nutzen wir die Gelegenheit gerne, um alle Schweizer Gin-Hersteller herzlich einzuladen, mit uns in Kontakt zu treten. Wir freuen uns über neue Kontakte, spannende Produkte – und natürlich über mehr Schweizer Folgen bei Ginseidank 😊.
Ihr wurdet in Deutschland bereits für Podcast-Preise nominiert. Damit wir uns die Dimensionen vorstellen können: Wie viele Abonnenten oder Hörerinnen pro Folge habt ihr?
Alessandro De Angelis (Don): Stand Juli sind wir bei knapp 700 Abonnenten und rund 15.000 Ausspielungen pro Folge.
Wie sieht es mit der Schweizer Hörerschaft aus? Wie hoch ist da der Anteil?
Alessandro De Angelis (Don): Sehr hoch, wir waren ganze 27 Wochen am Stück in den Schweizer Podcast-Charts, was zeigt, dass wohl viele unserer Hörerinnen und Hörer in der Schweiz zuhause sind. Daher freuen wir uns umso mehr, in der Schweiz live auftreten zu dürfen.
Damit sich unsere Community bestmöglich auf euch vorbereiten kann, in welche zwei bis drei bereits publizierte Episoden sollten die Community-Mitglieder reinhören? Welche Folgen waren eure Highlights?
Alessandro De Angelis (Don): Ich glaube, um uns besser kennenzulernen, sind die Folgen 100 und 200 sehr gut. Da sprechen wir viel über uns und erzählen, wie wir dazu gekommen sind. Wenn es eine reguläre Folge sein soll, dann hört doch mal in die Folge 166 rein.
Whugga, du bist Food Manager bei IKEA und hast somit neben deiner Rolle als Gin-Podcaster einen weiteren Bezug zur Gastronomie. Was erhoffst du dir, an der Igeho, dem grössten Hospitality-Branchentreffpunkt der Schweiz, zu entdecken?
Florian Litzl (Whugga): Ich bin unheimlich gerne auf grossen Fachmessen unterwegs – sie bieten eine grossartige Gelegenheit, um sich umzuschauen, Neues zu entdecken und mit anderen Mitstreitern aus der Branche ins Gespräch zu kommen. Ich freue mich immer besonders, wenn ich Innovationen sehen, ausprobieren und live erleben kann. IKEA ist ein grosses, sehr zentral gesteuertes Unternehmen mit einem klaren Fokus auf Effizienz. Gerade deshalb ist es für mich spannend, frische Impulse von Messen wie der Igeho mitzubringen. Viele Ideen, die ich dort entdecke, nehme ich mit zurück in unsere Unternehmenszentrale als Inspiration, wie wir uns im Food-Bereich weiterentwickeln können.
Vielen Dank euch beiden für das Interview. Wir freuen uns schon sehr darauf, euch zwei am 17. November auf der Bühne der Sonderschau Barbesuch begrüssen zu dürfen.